Radfahren ist noch immer Freizeitsport

Image result for Radfahren ist noch immer FreizeitsportAuch wenn der Trend in der Freizeit zum Rad geht, so ist der Drahtesel, in Bezug auf die Mobilität der Deutschen, noch immer weit hinter den Auto zurück. In der Mobilitätsstudie, die das Verkehrsministerium jetzt veröffentlich hat, wird deutlich, wie stark das Auto für die Mobilität genutzt wird. 57 Prozent aller Wege werden mit dem Auto zurückgelegt. Zwar entwickeln sich die Verkaufszahlen von Rädern gut, aber die von Autos, vor allem den SUV eben auch. 54 Prozent der deutschen Haushalte haben ein Auto, 21 Prozent haben zwei Autos und drei Prozent haben mehr als zwei Autos. Zwar ist der Anteil der Autos pro Haushalt ganz leicht zurückgegangen, Einfluss auf die Mobilität hat das aber nicht. Am Material mangelt es übrigens nicht: 90 Prozent aller befragten Haushalte haben angegeben, ein oder mehr Fahrräder zu besitzen.

Die Bremer sind die fleißigsten Radler

Bei den zurückgelegten Personenkilometern liegt das Rad mit drei Prozent gleichauf mit den zu Fuß zurückgelegten Wegen. 55 Prozent werden im eigenen PKW zurückgelegt, weitere knapp 20 Prozent als Beifahrer. Wenigstens ist der Anteil des öffentlichen Personennahverkehrs von 15 auf 19 Prozent gestiegen. Im Jahr 2017 hat demnach jeder Deutsche etwa 1,5 Kilometer zu Fuß zurückgelegt und 3,9 Kilometer mit dem Rad, während es im Auto 18 Kilometer waren. Die meisten Radfahrer gibt es übrigens in Bremen. Dort gaben 21 Prozent der Befragten an, das Rad als Hauptverkehrsmittel zu benutzen. Berlin, Hamburg und Niedersachsen liegen mit 15 Prozent gleichauf; den dritten Platz nimmt Mecklenburg-Vorpommern mit 14 Prozent ein.

Der Radverband ADFC nahm die Studie zum Anlasse, die Verkehrspolitik zu kritisieren. Die Ergebnisse zeigten deutlich. dass Auto und Bahn die Priorität beim Ausbau hätten und das Rad eine untergeordnete Rolle spiele. Denn selbst in den Städten ist das Rad nicht so oft Hauptverkehrsmittel, wie es eigentlich sein könnte. Gründe dafür sind meistens unsichere oder komplett fehlende Radwege, Aufbewahrungsmöglichkeiten für Räder oder ein Radnetzplan.

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